Hülya-Tag 2022

  • Wir grillen die soziale Kälte

    5. Oktober 2022
    Mittwoch 05.10.2022, 16-18h:  Aktion in Rödelheim >> Zehntmarkweg 24-28  // Rückseitig S-Bahn Rödelheim Samstag  08.10.2022, 16-18h:  Aktion in Hausen                  >

    Ebbelangts #2 Gemeinsam gegen Krieg und Krise!

    1. Oktober 2022
        Los geht es am Merianplatz; danach Demo mit Zwischenkundgebung vor Mainova / Ecke Stiftstraße. Abschluss auf dem Rathenauplatz Mehr Infos:  @ twitter/ebbelangtsffm    @ instagram/eb

    Warnstreik an der Uniklinik Frankfurt!

    29. September 2022
    Warnstreik an der Uniklinik Frankfurt! Solidarität mit den Beschäftigten. >> Demonstration am 29. + 30.Sept. jeweils 8:30h ab Haupteingang!  

    Linker Bar-Abend

    24. September 2022
        Kommt gern vorbei, trinkt mit uns und vernetzt euch – ihr seid herzlich eingeladen! Für Getränke und Knabberkram ist gesorgt. 😉

Hülya-Tag 2022

29. Mai 2022
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So
29
Mai

Der „Hülya-Tag“ erinnert an den von Neonazis verübten Brandanschlag in Solingen vor 29 Jahren. An diesem Tag wollen wir der Opfer dieses Brandanschlags und aller anderen Opfer rassistischer Gewalt gedenken.

14 Uhr

Ort: Hülya-Platz in Bockenheim

Hülya-Tag 2022

Gedenkveranstaltung auf dem Hülya-Platz in Bockenheim.

Beginn 14 Uhr: mit anschließender Demonstration durch die Leipziger Straße zum Campus Bockenheim

>> Flyer Hülya-Tag 2022!

 

AUFRUF: 

Hülya-Tag 2022 - Gegen rassistische Gewalt


Der „Hülya-Tag“ erinnert an den von Neonazis verübten Brandanschlag in Solingen vor 29 Jahren. An diesem Tag wollen wir der Opfer dieses Brandanschlags und aller anderen Opfer rassistischer Gewalt gedenken.


Am 29. Mai 1993 wurde die aus der Türkei stammende Familie Genç Opfer eines rassistischen Brandanschlags. Zwei junge Frauen und drei Mädchen, darunter die neunjährige Hülya, starben und vierzehn weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Der Solinger Anschlag markierte damals den Höhepunkt einer Reihe rassistischer Anschläge. Anfang der 1990er Jahre steckten Neonazis mehrfach Wohnheime von Asylbewerber*innen sowie Wohnhäuser von Migrant*innen in Brand.


Bei Ausschreitungen wurden immer wieder Asylbewerber*innen und andere Migrant*innen verletzt, etwa bei den Pogromen in Rostock-Lichtenhagen 1992. In Mölln starben im selben Jahr zwei Mädchen, zehn- und vierzehnjährig, sowie ihre Großmutter, nachdem Neonazis Brandsätze auf ihr Haus geworfen hatten.
Zur dieser Zeit wurde in Deutschland heftig über das Asylrecht gestritten; das politische Klima war rassistisch vergiftet. „Das Boot ist voll!“, war die Devise der BILD-Zeitung. „Sozialschmarotzer“, „Schein-Asylanten“ waren die Begriffe, mit denen auch vor allem Politiker*innen hetzten.


Seit dem 3. Oktober 1990 wurden mindestens 218 Menschen ermordet, weil sie nicht in das Weltbild von Rechtsextremen und anderen Menschenfeinden passten. Oder weil sie Zivilcourage zeigten, dem Hass widersprachen und demokratische Grundwerte verteidigten.


29 Jahren sind seit dem Anschlag in Solingen vergangen. In dieser Zeit scheint sich unsere Gesellschaft an rassistische Gewalttaten gewöhnt zu haben. Wir erinnern an die seit Beginn der 2000er Jahre verübten Taten: Anschläge auf Flüchtlingsheime, die NSU-Morde, die Ermordung des Politikers Lübcke, die Anschläge in Halle und an die in Hanau von einem Nazi ermordeten neun jungen Menschen.


Wir haben nicht nur mit gesellschaftlichem Rassismus, sondern auch mit institutionellem und strukturellem Rassismus zu tun, der das friedliche Miteinander gefährdet. Der unterschiedliche Umgang mit Menschen an den EU Grenzen hat den strukturellen Rassismus und die Doppelmoral der Staaten gezeigt. Während schutzsuchende Ukrainer*innen mit der Deutschen Bahn kostenfrei und unbürokratisch nach Deutschland gebracht werden, die bürokratischen Hindernisse, wie Aufenthaltserlaubnis oder Arbeitserlaubnis sowie Sozialhilfe unbürokratisch erteilt werden - was gut und richtig ist -, sitzen immer noch tausende Geflüchtete aus Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen, Somalia und Iran in Abschiebegefängnissen fest. Diesen Geflüchteten wird in den belarussisch-polnischen Grenzwäldern der Zutritt nach Polen gewaltsam verwehrt. Sie haben ebenso ein Recht auf Schutz.


Wir wollen gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus kämpfen und für ein friedliches Zusammenleben eintreten.


Am Sonntag, dem 29. Mai 2022 möchten wir der Menschen gedenken, die durch rechte Gewalt ermordet oder verletzt wurden.


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